Professionelle Musikproduktion unter Verwendung kostenfreier Audiosoftware

Professionelle Musikproduktion unter Verwendung kostenfreier Audiosoftware

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Inhaltsangabe:Einleitung: Der Musikproduktionsprozess hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verAcndert. Musik wird heutzutage oft in digitaler Form konsumiert (CD, MP3). Laut einer Studie aus dem Jahre 2005 nutzten bereits 40% aller europAcischen Internetnutzer einen MP3 Player um ihre Musik zu speichern und abzuspielen. Die Digitalisierung brachte neben den neuen Zielmedien viele VerAcnderungen wAchrend der professionellen Musikproduktion. Analoge Mehrspurbandmaschinen wurden beispielsweise durch sog. Digital Audio Workstations (DAW) in Form von Software abgelApst und werden heute meist nur noch zur aktiven Klangformung eingesetzt. Hardware EffektgerActe wie Equalizer oder Kompressoren gibt es heute ebenfalls als Software. Diese sog. Plugins bieten im Studioalltag viele Vorteile. Neben dem geringeren Anschaffungspreis aufgrund fehlender realer Bauteile, ist es vorallem die multible EinsatzmApglichkeit von Softwareeffekten, welche der analogen Hardware entgegensteht. Trotz dieser Entwicklung findet man in modernen Tonstudio Is weiterhin analoge Technik. Gerade im Bereich der Dynamikbearbeitung (Kompressor, Gate, etc.) und Entzerrung durch Equalizer haben sich analoge EffektgerActe trotz digitaler Software- A„quivalente bis heute im Tonstudiobetrieb gehalten. Dieser Technik wird ein charakteristischer Klang nachgesagt, welcher das Signal in erwA¼nschter Weise fAcrbt. Dieser a€˜analogea€™ Klang entsteht oft durch Bauteilintoleranzen innerhalb der Hardware. Was frA¼her aufgrund der hohen Anschaffungskosten nur in professionellen Tonstudio Is mApglich war, wird mit Hilfe der Software nun fA¼r jeden mApglich. Der finanzielle Aufwand zur Errichtung eines Tonstudios in den eigenen 4 WAcnden wird durch den starken Preisverfall im Computersegment zudem immer geringer. Zu den notwendigen Anschaffungen zAchlen neben einem Computer, ein Mikrofon und die MApglichkeit das Mikrofonsignal in den Computer zu befAprdern (Audiointerface). Auf Seiten der benAptigten Audio Software gibt es mittlerweile neben den etablierten Produkten von Digidesign (Protools) oder Apple (Logic), kostenfreie Produkte zur UnterstA¼tzung sAcmtlicher Produktionsschritte. Diese Software basiert oft auf sog. a€˜Open Sourcea€™- Basis. Der Quellcode ist dabei fA¼r jedermann frei zugAcnglich. Einer groAŸen Anzahl von Freizeitprogrammierern wird u.a. dadurch die MApglichkeit gegeben eigene Programme zu entwickeln und A¼ber das Internet zu verteilen. Diese Entwicklung ermApglicht Musikern und Komponisten frei darA¼ber zu entscheiden, ob sie ihren Song durch ein professionell gefA¼hrtes Tonstudio aufnehmen lassen, oder in Eigenregie produzieren (sog. Homerecording). Entscheidend ist nach wie vor die QualitAct des Endergebnisses. Der finanzielle Aufwand zur Produktion eines Songs spielt besonders fA¼r unbekannte Musiker und Komponisten eine wichtige Rolle (steht der kommerzielle Erfolg im Mittelpunkt). Deren Ziel ist eine Musikproduktion, die bei potentiellen Konsumenten als qualitativ gleichwertig oder besser gegenA¼ber anderen Musikproduktionen empfunden wird. Die QualitActsanmutung bei den Konsumenten hAcngt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben der subjektiven Meinung zum Song, welche nicht Bestandteil dieses Research ist, sind es technische Voraussetzungen, spezielle Aufnahmetechniken und das Know How der Produzenten die A¼ber die QualitAct des Endproduktes entscheiden. Der Homerecording Markt avancierte in den letzten Jahren zu einem ernsthaften Konkurrenten fA¼r professionelle Tonstudioaufnahmen. Er bietet kostenfreie Software zur UnterstA¼tzung des Produktionsprozesses von Recording A¼ber Mixdown bis hin zur finalen Audio CD. Ob der fertige Homerecording Mix jedoch unter Verwendung kostenfreier Software an die QualitAct eines im Tonstudio produzierten Songs heran reicht ist nicht bekannt und soll im Rahmen dieser Honours Work ermittelt werden. Im Kern beschAcftigt sich diese Arbeit mit einem qualitativen Vergleich eines im professionellen Tonstudio- und im Homerecording Verfahren produzierten Songs. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse werden die AufnahmerAcumlichkeiten, die Mikrofonierung und die AbhAprsituation aussen vor gelassen. Sie sind fA¼r beide Produktionswege absolut identisch. Im Rahmen dieser Arbeit soll die folgende These mit Hilfe einer empirischen Untersuchung belegt werden: These: Unter Verwendung von im Internet frei zugAcnglicher, kostenfreier Software fA¼r die Produktionsschritte Recording und Mixdown, ist es mApglich eine Musikproduktion durch zu fA¼hren, welche durch eine Gruppe von erfahrenen und unerfahrenen HAprern nicht von einer professionellen Tonstudioproduktion zu unterscheiden ist. Es wird untersucht, ob das in einem professionellen Tonstudio vorhandene hochwertige Audio Equipment wie Mischpult, MikrofonvorverstAcrker, EQ, Kompressor und Reverb in GAcnze und ohne hAprbare qualitative EinbuAŸen durch ein Homerecording Setup bestehend aus Laptop, Audiointerface und der kostenfreien DAW Software a€˜Ardoura€™ inklusive zusActzlichen kostenfreien Effekt Plugins zu ersetzen ist. Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: ITabellenverzeichnis5 IIAbbildungsverzeichnis6 IIIAbkA¼rzungsverzeichnis9 IVVorwort11 1.EinfA¼hrung in die Thematik13 1.1Professionelles Tonstudio15 1.1.1Tonstudios im Raum KApln17 1.1.2Tonstudio Equipment17 1.2Homerecording Studio18 1.2.1Homerecording bis heute18 1.2.2Audio Freeware19 1.3Musikproduktion20 1.3.1Phasen einer Produktion20 1.3.2QualitAct22 2.Praktische Untersuchung23 2.1Zielsetzung23 2.2Versuchsaufbau26 2.2.1Hard-/ Software26 2.2.2Schematischer Aufbau27 2.2.3Produktionsablauf29 2.2.4EinschrAcnkungen33 2.3Produktion35 2.3.1Recording35 2.3.2Mixdown36 3.Auswertung44 3.1Bewertungskriterien44 3.1.1Vergleichbarkeit47 3.1.2Technischer Aspekt48 3.1.3Umfrage Methodik49 3.2DurchfA¼hrung der Auswertung52 3.3Ergebnisse53 3.3.1Technische Unterschiede53 3.3.2AB a€“ HAprvergleich60 4.Konzeption Homerecording74 4.1Zielgruppe74 4.2Anwendbarkeit75 4.3Anforderungskatalog Homerecording75 4.3.1Voraussetzungen75 4.3.2Technische Ausstattung76 4.3.3Hinweise zur Produktion79 5.Fazit81 5.1These83 5.2Konzeption Homerecording84 5.3AbschlieAŸende Bemerkungen85 6.Anhang87 7 .Quellen142 7.1Literaturverzeichnis142 7.2Internetquellen144 Textprobe:Textprobe: Kapitel 4, Konzeption Homerecording: Das folgende Kapitel beschreibt das fA¼r den Aufbau eines Homerecording Studio Is nAptige Equipment um Musikproduktionen auf Tonstudioniveau durchzufA¼hren. Die hier gemachten Aussagen hinsichtlich der Notwendigkeit hochwertiger und preisintensiver Tonstudiotechnik sind als Resultat der im Rahmen dieser Honours Work durchgefA¼hrten Untersuchung zu betrachten. In einem Anforderungskatalog werden konkrete VorschlAcge zu ausgewAchltem Equipment und kostenfreier Softwareprodukte beschrieben, wobei der Fokus auf MAC OSX kompatiblen Produkten liegt. Der Katalog erhebt nicht den Anspruch auf VollstAcndigkeit und basiert hauptsAcchlich auf Produkten, welche in der Untersuchung genutzt wurden. Der Begriff a€˜Homerecordinga€™ steht im Rahmen dieser Konzeption fA¼r die MApglichkeit mithilfe eines Laptop Is, eines geeigneten Audiointerface und ausgewAchlter Audio Software komplette Musikproduktionen durchzufA¼hren. Die Notwendigkeit geeigneter Mikrofone, AufnahmerAcume und optimaler AbhAprsituation ist nicht Teil dieser Konzeption. Zielgruppe: Der Anforderungskatalog Homerecording richtet sich hauptsAcchlich an Amateurmusiker und Tontechniker, welche mit mApglichst geringem Budget Musikproduktionen auf Tonstudio Niveau erstellen wollen. Ferner werden Produzenten und Software Programmierer angesprochen. Produzenten kApnnen anhand der aufgefA¼hrten technischen Mindestanforderungen Produktionskosten senken ohne qualitative EinbuAŸen zu erwarten. Software Programmierer bekommen einen kleinen Aœberblick A¼ber die Nutzbarkeit und das Potential aktueller kostenfreier LApsungen und erhalten dadurch Anregungen fA¼r neue Entwicklungen. Anwendbarkeit: Der Anforderungskatalog Homerecording basiert auf den Ergebnissen der im Rahmen dieser Honours Work durchgefA¼hrten Untersuchungen. EinschrAcnkungen wAchrend der Untersuchung (Bsp.: unterschiedliche EinstellmApglichkeiten der eingesetzten EffektgerActe) haben sich unmittelbar auf das Untersuchungsergebnis ausgewirkt und sind bei der Anwendung dieses Kataloges zu berA¼cksichtigen. Besonderes Augenmerk liegt in der Tatsache, dass der verwendete Aufnahmeraum, Mikrofonauswahl, Mikrofonierung und die AbhAprsituation wAchrend der beiden Produktionen absolut identisch waren und somit nicht Teil der Untersuchungsergebnisse sind. Anforderungskatalog Homerecording: Voraussetzungen: Die im folgenden Kapitel vorgestellten Anforderungen an ein Homerecording Studio erfordern vor allem das Know How diese zielfA¼hrend umzusetzen. Unterschieden werden muss dabei zwischen technischem Know How, insbesondere zur Installation der Arbeitsumgebung (Computer-/ Softwarekonfiguration, AbhAprsituation, Mikrofon-Auswahl/ Positionierung, Bedienung der tontechnischen GerActe, etc.) als auch theoretischem Know How in den Gebieten Produktionsablauf (Phasen einer Produktion), Audio Engineering (Aufnahmetechniken, Effektbearbeitung, etc.) und letztendlich KreativitAct. Technische Ausstattung: Digital Recorder / Computer: Homerecording ist nicht unbedingt auf einen Desktop Computer bzw. Laptop als Aufnahme- und Bearbeitungsinstrument beschrAcnkt. Der Markt bietet schon seit vielen Jahren spezielle Digitalrecorder (a€˜Multitrackera€™, a€˜Portastudioa€™) mit vielen Funktionen zu Aufnahme und Mixdown an. Preislich stellen digitale Recorder eine gA¼nstige Alternative zur Kombination Laptop + Audiointerface + Recordingsoftware dar, sind jedoch in ihrem Funktionsumfang (insbesondere max. Spuranzahl) festgelegt und nur schwer bzw. A¼berhaupt nicht erweiterbar. Die LeistungsfAchigkeit moderner Computer reicht indes aus, um komplexe Mehrspurproduktionen inkl. Realtime Effekten in hoher AuflApsung (hohe Samplingrate, hohe Bittiefe) durchzufA¼hren. Die Prozessorgeschwindigkeit hat dabei direkten Einfluss auf die mApgliche Anzahl eingesetzter Realtime Effektplugins und sollte dementsprechend hoch gewAchlt werden. (Innerhalb der Untersuchung kam ein Macbook Pro 2, 4GHz Intel Dual Core zum Einsatz und lieferte sehr gute Ergebnisse) Aufgrund der hohen Audio- AuflApsung fallen groAŸe Datenmengen an. Die SpeicherkapazitAct (FestplattengrApAŸe) und die Festplattengeschwindigkeit sollten ausreichend groAŸ/schnell gewAchlt werden. WAchrend der Untersuchung kam die interne 320GB, 5400 Umdrehungen/Minute Festplatte des Macbook Pro zum Einsatz und lieferte fehlerfreie Ergebnisse.Ein qualitativer Vergleich zwischen ausgewAchlter professioneller Studiotechnik und kostenfreier Audio Software RenAc Klebs ... -20dB Pad).17 Die MOTU Mic Preamps erzielen inklusive -20dB Pad +60dB VerstAcrkung.18 (7)AD Wandlung Die verstAcrkten Signale der Neve Konsole wurden ... (10) Monitoring Die Off- Tape Neve Signale wurden an den Main Mixbus 1-2 der Neve Konsole geschickt . ... aquot;User Manual Neve 88RSaquot; quelle: http://www.ams-neve.com/Stand: 17.11. 2009 18 vgl.


Title:Professionelle Musikproduktion unter Verwendung kostenfreier Audiosoftware
Author: René Klebs
Publisher:diplom.de - 2010-09-06
ISBN-13:

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